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                                                                         Bergpredigt

 

Die Bergpredigt - das ethische Programm des Reiches Gottes

In der Bergpredigt sind die programatischen Ausführungen Jesu über den Willen Gottes zusammengestellt. Damit kann am Willen Gottes alles Tun und Lassen bewertet werden. Der Wille Gottes wird zum Maßstab menschlichen Handelns und die Bergpredigt zum ethischen Programm der Gottesherrschaft. Sie zielt auf ein menschliches Verhalten, dass im Reich Gottes seine Verankerung findet. Mit dem Wachstum des Gottesreiches entwickelt sich damit auch ein an Gott orientiertes Menschsein. Das Gottesreich wird so zum Hort wahrere Menschlichkeit

 

Die inhaltlichen Schwerpunkte

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Bergpredigt - die Seligpreisungen, die Antithesen, das Vaterunser und die goldene Regel - vermitteln Zuspruch und Verhaltensorientierungen auf dem Weg bei der Entfaltung des Gottesreiches. Sie bestimmen letztlich aber auch das Zusammenwirken der Menschen im vollendeten Reich Gottes. Jesus lebt diese Werte vor und ein Leben nach diesen Werten richtet christliches Verhalten auf die Nachfolge aus.

 

Die Seligpreisungen

Die Seligpreisungen sind Heilsverheißungen. Sie gelten den Armen, Hungernden, Trauernden, den wegen ihres Glaubens Verfolgten, den Gewaltlosen und den Friedensstifter. Diese sind von Gott angenommen und ihnen spricht er das Heil des Gottesreiches zu.

 

Die Antithesen

Mit den Antithesen überbietet Jesus die Normen des Gesetzes, indem er vom Gesetz auf die menschliche Gesinnung zurückgeht. Nicht die Tat soll nach den Vorschriften des mosaischen Gesetzes ausgerichtet werden, sondern die Gesinnung, welche hinter der Tat steht und diese motiviert. So wird das Handeln der erweiterten Verantwortung des Menschen anheim gegeben. Diese Verantwortung erwächst aus der Verwirklichung des göttlichen Willens Es ist die Verantwortung für einen menschlichen Umgang miteinander,   für mehr Menschlichkeit im Rahmen der göttlichen Ordnung.  Letztlich läuft alles das, was in vielen Variationen praktiziert werden soll, darauf hinaus, das Böse in der Welt durch das Gute zu überwinden.

 

Das Vaterunser

Das Vaterunser steht im Mittelpunkt der Bergpredigt. Jesus hat uns Gott als Vater erschlossen und lehrt uns mit ihm im Gebet in Beziehung zu treten. Es geht einmal um die Erfüllung der persönlichen Bedürfnisse, um die materielle Bedürfnis, die durch das Brot symbolisiert werden, aber auch um die geistigen Bedürfnisse - dem Streben nach Vergebung und Erlösung. Über die individuellen Bedürfnisse hinaus wird im Vollzug des göttlichen Willens um das soziale Heil gebeten, das im Reich Gottes seine Gestalt annimmt.

 

Die goldene Regel

In der goldenen Regel schließlich geht es darum, die Eigenliebe zum Maßstab der Nächstenliebe zu machen. Sie fokussiert den moralischen Maßstab zuerst auf das Individuum, um daraus in effizienter Weise soziales Verhalten bewerten zu können. Die goldene Regel fasst summarisch den göttlichen Willen in einer einfachen, praktischen und plausiblen Verhaltensanweisung zusammen.

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